Theaterworkshop im Haus Frankfurt

12.-13.09. – 19.-20.09.15

2015 fleckenb theater

Am 12.9. starteten wir unseren Theaterworkshop mit sechs Teilnehmern im Fleckenbühler Haus, einer Einrichtung für Drogenabhängige, die dort clean leben und arbeiten und sich in einer festen Gemeinschaft verpflichtet haben, drogen- und suchtfrei zu Leben. Da die Fleckenbühler die Woche über arbeiten, bot es sich an, den Workshop über zwei Wochenenden zu legen. Geplant war, die Teilnehmer spielerisch an die Theaterarbeit heranzuführen, ihnen die Angst zu nehmen, sich vor einer Gruppe zu präsentieren, neue Rollen einzuüben und sich selbst auf spielerische Weise wahrzunehmen und auszuprobieren. 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde starteten wir mit einem Spiel. Die Teilnehmer sollten aus verschiedenen Postkarten, die wahllos über den Boden verteilt lagen, zwei Karten auswählen, die etwas über ihre Persönlichkeit oder ihr Leben aussagten. Das Spiel förderte die Kreativität und eröffnete den Teilnehmern einen anderen Zugang dazu, etwas über sich zu erzählen und dafür die Postkarten als eigenes Symbol zu nutzen. Weiterhin begannen wir Theaterübungen zu nutzen, durch welche die Teilnehmer Vertrauen aufbauen konnten. Ziel war, den Teilnehmer ein sicheres und gutes Gefühl zu geben, damit sie dadurch in eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen gelangen konnten, die es ihnen leicht machte, kurze Szenen aufzuführen, sich auf die Arbeit mit den Szenen einzulassen und sich vor einem Publikum zu präsentieren. Dazu machten wir auch eine Übung, in der die Teilnehmer spontan einen Satz auf einen Zettel schreiben sollten, der ihnen einfiel, um diesen dann anschließend voreinander zu präsentieren. Wir variierten die Gemütslagen, so dass der Satz mal fröhlich, mal betrübt oder mal in aggressivem Ton und  aggressiver Körpersprache gespielt wurde. Die Teilnehmer hatten viel Freude und Motivation beim Spielen und Ausprobieren. 

Am zweiten Wochenende wurde zusammen mit den Teilnehmern entschieden, ein Märchen zu spielen und dieses mit eigenen improvisierten Texten zu verändern. So wurde das Märchen „Hänsel und Gretel“ gewählt und jeder bekam die Rolle, die er sich für sich vorstellen konnte. Die Teilnehmer gestalteten ihre Rollen und entwickelten ihre eigene Interpretation von „Hänsel und Gretel“. Das Märchen wurde somit immer wieder mit neuen überraschenden Details versehen und ausgeschmückt. 

Am Ende gab es noch eine Feedbackrunde und einen guten Austausch über den Ablauf und die Durchführung des Workshops „Theater am Fleckenbühler Haus“.   

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Momentaufnahme1  mp3

Momentaufnahme2  mp3

Studierenden-Team // Sara / Lea / Ghasal
Teilnehmer/innen
// Noah /Lucrezia / Paul / Christian / Alex / Dennis / Manuel / Peter