Kriegkstraße (Integrative Drogenhilfe e.V.) Betreutes Wohnen

Bereits seit 1996 bietet die Integrative Drogenhilfe die Möglichkeit des betreuten Wohnens für substituierte Suchterkrankte, auf deren Bedürfnisse in diesem für die Klientel adäquaten Wohnumfeld speziell eingegangen werden kann.
Durch die unterschiedlichen Erwartungen und Wünsche der Bewohner entstehen verschiedene Lebensmodelle. Einige verharren nur für eine kurze Zeit, andere hingegen brauchen eine längere Stabilisierungsphase – psychisch wie auch physisch. Auch die Möglichkeit der Rückfälligkeit wird hier nicht ausgeschlossen und ist kein Kriterium des Ausschlusses. Dadurch soll ein Kreislauf von Obdachlosigkeit – Stabilisierung – Rückfälligkeit und erneuter Obdachlosigkeit unterbunden werden. Durch diese Toleranz entsteht ein auf Vertrauen basierender Umgang mit Mitarbeitern und Bewohnern, was eine positive Zusammenarbeit gewährleistet und das Annehmen von Unterstützung begünstigt.

Weitere Informationen: http://www.idh-frankfurt.de/kriegkstrasse

Theaterprojekt in der Kriegkstraße

November 2015 bis November 2016

20160131 190529Im Zuge des Studentenprojektes „High Life“ fand im Zeitraum von November 2015 bis Januar 2016 ein Theaterprojekt im betreuten Wohnheim Kriegkstraße wöchentlich statt. Die Anleiterinnen Demet und Friederike führten die Teilnehmer am ersten Workshoptag an das Thema ‚Spielen‘ heran und das nahezu buchstäblich. Durch verschiedene Spiele zum Thema Koordination von Körper und Stimme, Ausdruck von Emotionen im Zusammenspiel von Gegensätzen und dem spontanen Spielen des grimmschen Märchens „Rotkäppchen“ wurden für die Teilnehmer erstmals Differenzerfahrungen mit dem Medium „Theater“ geschaffen.

Im Verlauf des Workshops wurde ein kurzes Theaterstück ausgearbeitet, das sich an den Interessen und auch den Erfahrungen der Teilnehmer orientiert. Thematisiert wurde hier szenisch die Situation der Methadon-Vergabe im Zuge des Substitutionsprogramms. Die Rahmenhandlung spielte sich ursprünglich in einer S-Bahn ab, in der sich zwei alte Freunde treffen, die sich über die Substitution unterhalten. Hier handelt es sich um (ehemalige) Konsumenten. Einer von ihnen ist auf dem Weg zur Substitution. Da sein Freund sich darunter nichts vorstellen kann, erklärt er diesem die neue Problematik mit Überblendung in eine überspitzte Szene, in der eine fast hysterische Schwester und ein gelangweilter Arzt den Klienten in die Mangel nehmen.

Der Anspruch der Klienten war es, eine Tragikomödie auf die Bühne zu bringen, in der die Alltagsproblematik des Drogenkonsums und der Zeit danach dargestellt wird. Hier sollte der Humor nicht zu kurz kommen, doch dem Zuschauer sollte auch das Lachen im Halse stecken bleiben, wenn er sich der doch sehr ernsten Abhängigkeitssituation bewusst wird.

Studierenden-Team // Demet / Friederike
Teilnehmer // Ralph / Tayfun / Frank / Michael / Christoph

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